Backen Gebäck

Ein Herbsttörtchen! #buchontourvontörtchentörtchen

10. Oktober 2016

»Home is where the Dom is« sagt der Kölner, aber auch für mich als Aachener passt es sehr gut, denn wir haben auch einen wunderschönen Dom. Aber wieso erzähle ich Euch etwas von Köln? Ganz einfach, vor ein paar Tagen machte sich aus der Rheinmetropole ein Buch auf den Weg nach Aachen. Das Buch *Törtchen & Tartelettes: 100 große und kleine Torten* von Matthias Ludwigs. Matthias Ludwigs kennt Ihr sicherlich, er war 2009 Pattisier des Jahres und ist Mitinhaber von TörtchenTörtchen, einem wunderschönen Café in Köln und jede Naschkatze sollte dort einmal vorbeischauen! Aber zurück zum Buch.

Zehn Exemplare des Buches werden für jeweils 14 Tage Backbegeisterten zur Verfügung gestellt, jeder darf sich aus sechs Rezepten eins aussuchen und seiner Kreativität freien Lauf lassen, Kommentare und Verbesserungen ins Buch schreiben und sich richtig austoben. Ausgesucht habe ich das Törtchen Mont Blanc von Seite 38/39, eine herbstliche Variante, denn Maronen spielen dort eine große Rolle. Ich habe das Rezept ein wenig verändert, hier findet Ihr meine Variante.

Mont Blanc
(ca. 6 stück)

Tartelettes aus Schokoladenmürbeteig

(6 Stück bei Ø 11cm)

240 g Butter
1 TL Salz
180 g Puderzucker
60 g gemahlene Mandeln
2 Eier
450 g Mehl
50 g Kakaopulver
100 g Waldbeerkonfitüre

Butter, Salz und Puderzucker in der Küchenmaschine mit dem Knethaken etwas vermischen. Die gemahlenen Mandeln und die Eier nach und nach untermischen. Zuletzt das Mehl und den Kakao dazugeben und alles zu einem glatten Teig verkneten. Ich habe die Tartletteförmchen mit etwas Butter gefettet und anschließend mit 3 bis 5 mm dicke Teigscheiben ausgekleidet. Anschließend habe ich den Teig für 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Danach den Boden mit den Gabelspitzen mehrmals einpieksen.  Bei 150-160° Grad Umluft blindbacken, die Backzeit beträgt ca. 15-25 Minuten.

Schokoladenmürbeteig - Mont Blanc

Für die Maronen
6 makellose Maronen, vorgekocht
etwas Zucker

Zucker in einem Topf erwärmen und karamellisieren lassen. Maronen kurz dazugeben, damit sie mit einer leichten Karmellschicht überzogen sind. Anschließend trocknen lassen.

Für die Vanillesahne
120 ml Sahne, Laktosefrei
Mark von einer 1/2 Vanilleschote

Für die Vanillesahne die Sahne steif schlagen, dann das Vanillemark unterziehen und beiseite stellen.

Für die Maronencreme
120 ml Milch, Laktosefrei
45 g Zucker
225 g Maronen, vorgekocht
30 g Puderzucker
35 g weiche Butter
15 ml Amaretto
1 Blatt Gelatine

Für die Maronencreme Milch mit dem Zucker in einem kleinen Topf aufkochen und die Maronen dazugeben, abgedeckt 10 Minuten ziehen lassen. Anschließend nochmals leicht erwärmen, dann fein mixen. Damit die Masse nicht zu grob ist, durch ein Sieb streichen, abkühlen lassen. Unterdessen den Puderzucker und die Butter glatt rühren, die abgekühlte Maronencreme dazugeben und alles leicht aufschlagen. Amaretto aufwärmen und die ausgedrückte Gelatine darin auflösen. nun 1 EL der Maronencreme einrühren. Die Gelatinemasse unter die restliche Creme schlagen.

Törtchen&Tartelettes - Mont Blanc

Vollendung

Die Waldbeerkonfitüre glatt rühren und auf den Tartelettes verteilen. Die Vanillesahne draufgeben und mit einer Palette glatt streichen. Dann die Maronencreme spiralförmig ausgehen von der Mitte mit einem Spritzbeutel aufdressieren, einen Berg entstehen lassen (»Mont«), vor dem Servieren je eine abgetropfte Marone auf die Spitze legen und den Berg mi Puderzucker (»blanc«) bestauben. Leider hatte ich nicht die passende Spritztülle und meine Maronencreme ließ sich nicht zu einem Berg auftürmen, deshalb habe ich mit einer Sterntülle einzelne Tupfen auf Vanillesahne gespritzt und draus einen kleinen Berg entstehen lassen.

Leider habe ich festgestellt, dass meine Tarletteförmchen nicht perfekt geeignet sind, sie sind etwas zu groß und ich benötige neue Förmchen, am Besten einen Ring oder Rahmen. Obwohl ich eine Unmenge an Spritztüllen haben und dachte ich wäre ganz gut in Türmchen spritzen durch meine Leidenschaft für Cupcakes hat es diesmal nicht so geklappt wie ich es wollte und ich habe keinen Berg entstehen lassen. Meine Variante sieht nicht wirklich aus wie Mont Blanc aber geschmeckt haben sie köstlich, ein leckeres Herbsttörtchen, dass ich Euch wärmstens empfehlen kann. In dem Buch gibt es noch viele weitere Rezepte, ein Blick lohnt sich aufjedenfall aber es erfordert auch etwas Übung, ansonsten schaut doch einfach in Köln im Café vorbei und lasst Euch dort verwöhnen.

Wenn Ihr wissen wollt, was sonst noch für »Buch on tour« gebacken wurde, schaut doch mal hier.

Törtchen&Tartelettes - Mont Blanc

Törtchen&Tartelettes - Mont Blanc
Törtchen&Tartelettes - Mont Blanc
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3 Comments

  • Reply danielas foodblog 16. Dezember 2016 at 12:04

    Hallo Jessi,
    also mit Maronen habe ich noch nie gebacken, daher ist das wirklich ein interessantes Rezept. ;o) Passt super zum Herbst oder Winter! Und im übrigend finde ich auch deine flachen Törtchen machen ordentlich was her.
    Liebe Grüße,
    Daniela

    • Reply Jessi 17. Dezember 2016 at 20:28

      Ich habe auch vorher noch nie mit Maronen gebacken und leider war ich mit meinen Törtchen vom Aussehen auch etwas enttäuscht aber das hat dem Geschmack keinen Abbruch getan 😉

      Liebe Grüße
      Jessi

  • Reply Esskastanien und ein Tag im Wildpark - jessisschlemmerkitchen.de 24. September 2017 at 22:29

    […] Ich persönlich hatte sie bis dahin noch nie frisch gegessen, außer natürlich als Suppe oder mein Maronen-Törtchen, aber ganz frisch aus dem Wald hatte ich sie noch nie verarbeitet und schnell packte mich die […]

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