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Food.Blog.Meet 2017 im Ruhrpott

18. September 2017

Vor einer Woche war ich zum Food.Blog.Meet nach Herne eingeladen. Aber was ist eigentlich ein Food.Blog.Meet? Mitten im Ruhrpott sollten sich Sponsoren und Blogger treffen, netzwerken, kochen, essen austauschen und einfach einen tollen Tag miteinander verbringen. Gastgeber waren Benni und Theres von Gernekochen.de,  Sascha und Torsten von Die Jungs kochen und backen und Sacha von Lecker muss es sein und bereits die Einladung und das Motto „Pig, Pork and Beer“ ließen Großes erwarten.

Die Anreise und Location

Bei schmuddeligstem Herbstwetter machte ich mich auf den Weg, zunächst Richtung Köln, dort sammelte ich Daniela von Danielas Foodblog ein und gemeinsam fuhren wir weiter. Die Location war die Kochschule im Möbelhaus Zurbrüggen in Herne. Im obersten Stockwerk erwartete uns eine top ausgestattete Küche und eine gemütliche Sofaecke zum Austausch. Auf dem Balkon standen bereits zwei Grills und in der Küche wuselten die ersten Blogger.

Nichts für schwache Nerven – es gibt Fleisch

Auf der Küchenanrichte erblickten wir zunächst etwas großes, unter Alufolie versteckt aber an der Seite hing ein kleines, rosafarbenes Füßchen heraus und ein Blick auf das Programm verriet, was wir gleich machen würden: Zerlegen einer Schweinehälfte mit der Fleischerei Ebben

Ich gestehe, ich bin eine kleine Fleischfressende Pflanze und es gibt bei uns fast jeden Tag Fleisch, aber ich habe noch nie miterlebt wie eine  Schweinehälfte zerlegt wird. Während der für uns gewünschten Zerlegung in Zeitlupe wurde uns ausführlich erklärt was gemacht wird und nachher halfen sogar einige Blogger in Kettenhemd und Kettenhandschuh dabei. Schließlich sollte das ganze Fleisch nachher noch weiter verarbeitet werden und abends gegrillt werden. Es wurde unter anderem Fleisch mariniert und gewurstet, yeah das erste Mal in meinem Leben habe ich selbst Wurst gemacht, besser gesagt, der Fleischwolf hat Wurst gemacht, Lars hat die Wurst gedreht und ich habe sie abgeschnitten und gestapelt, es gab Salsiccia und Bratwurst.

Wer Fleisch zerlegen will, braucht scharfe Messer

Als nächstes gab es einen Messer-Schleif-Kurs mit der Firma Wüsthof  und jetzt weiß ich, in welchem Winkel und mit welcher Technik am besten ein Messer geschliffen wird aber bei mir zu Hause ist das eindeutig Männeraufgabe.

Microplane und ein blutiger Finger

Kennt ihr Microplane Reiben? Ich gestehe, ich kannte sie bislang nicht. Es gibt verschiedene Modelle, mit denen man ganz ohne Druck superfein reiben kann. Mit einer sehr feinen Reibe kann man zum Beispiel super Zitronenzeste, Muskat oder Nüsse reiben. Während ein Tasting der Gewürze von Pfeffersack & Söhne als nächstes angeboten wurde, war ich zusammen mit Ilona damit beschäftigt Cole Slaw vorzubereiten und natürlich wollten wir die grobe Reibe von Microplane ausprobieren und wie sollte es anders sein, zack war ein Stück meines Daumens ab. Pflaster drauf, Handschuh an und weiter ging es… als der Krautsalat fertig war und ich den Handschuh auszog bot sich ein kleines Blutspektakel an meiner Hand und ich musste fachmännischer verarztet werden, ich kann also bestätigen die Reiben sind sehr scharf.

Gewürzkunde  – wie schmeckt eigentliche eine Zimtblüte?

Das Tasting der Gewürze habe ich leider verpasst aber während ich anschließend an den Gewürzen schnupperte und die tollen Keramikdosen bewunderte, wurde mir empfohlen, die Zimtblüte zu probieren. Ich sollte mir die Nase zuhalten und die getrocknete Blüte zerkauen und dann die Nase wieder frei lassen und eine Gewürzexplosion im Mund erleben. Gesagt, getan – leider tat sich bei mir nichts, bis mich Juli und Christin darauf aufmerksam machten, dass ich ein Pfefferkorn genommen hatte, hatte wohl jemand die kleinen hübschen Schälchen mit den Gewürzen vor den Dosen vertauscht….uuuups. Also nahm ich nun wirklich eine Zimtblüte und zerkaute diese erst mit zu gehaltener Nase und als ich sie öffnete spielte sich in meinem wirklich eine Zimt-Explosion ab. Wahninn, für mich als Zim Fan genau das Richtige.

Nach ganz viel Pig and Pork gab es nun Beer

Nach der Ruhrpott-typischen Mittagspause mit selbstgemachter Currywurst ging es weiter mit einem Craft Beer Tasting in Gläsern von Spiegelau. Ich gebe zu, ich bin kein Kenner von Bier.  Es gab drei verschiedene Sorten Bier, unter anderem Hitachino Nest White Beer aus Japan und Störtebeker Atlantik Ale aus Deutschland. Jedes Bier wurde jeweils in ein normales Glas geschüttet und in ein speziell entwickeltes Craft Beer Glas. Ich nahm von jedem Bier einen kleinen Schluck und auch als absoluter Laie, merkte ich, dass die Biere aus den unterschiedlichen Gläsern unterschiedlichen rochen und auch schmeckten aber ein wirkliches Urteil darüber erlauben kann ich mir leider nicht.

Auch ein Food.Blog.Meet geht irgendwann zu Ende

Abends wurde ein Buffet aufgetischt mit ganz vielen Varianten an Schweinefleisch, z.B. Kottelets und wahnsinnig leckeren Rippchen  – ich habe bislang einmal in meinem Leben Rippchen gegessen und sie haben mir damals gar nicht geschmeckt aber diese waren ein Traum, es gab köstlichen Hackbraten, Kartoffelsalat und Cole Slaw und als Dessert gab es Beeren-Crumble und Crêpe mit dem Crêpe-Maker von Severin.  Viele wollten ihn ausprobieren und es wurden schnell neue Talente für den nächsten Weihnachtsmarkt Stand entdeckt.

Es war ein wunderschöner Tag, mit alten und neuen Gesichtern, tollen Gesprächen,  interessanten neuen Dingen, sehr leckerem Essen und prall gefüllten Goodie Bags. Ich möchte mich ganz herzlich für die tolle Organisation bedanken und das ich eingeladen wurde. Natürlich auch ein Dank an die Sponsoren, ohne die so ein toller Tag nicht möglich wäre!

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3 Comments

  • Reply Daniela 19. September 2017 at 18:03

    Ein schöner Bericht, Jessi! Und lieben Dank noch mal für’s mitnehmen 🙂 Hoffe der Finger ist gut geheilt.

    Bis bald und liebe Grüße,
    Daniela

    • Reply Jessi 20. September 2017 at 09:17

      Vielen Dank liebe Daniela 🙂 Meinem Finger geht es gut und es ist fast nichts mehr zu sehen 😉

      Bis bald und viele Grüße
      Jessi

  • Reply Mit viel Schwein zum FOOD.BLOG.MEET Event in Herne - 4. Oktober 2017 at 07:20

    […] Jessis Schlemmerkitchen […]

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