Liefestyle Privates

Unser neues Haus

9. Juli 2018

Wer mir auf Instagram folgt, der hat bereits die ein oder anderen Einblicke in unser neues Haus bekommen. Und da einige von Euch immer mal wieder nachfragen, möchte ich Euch ein bisschen mehr darüber erzählen. Über unseren Umzug hatte ich bereits kurz berichtet, nachlesen könnt ihr das nochmal hier. Wenn ihr Euch jetzt fragt wieso wir im Oktober ein Haus gekauft haben und im April erst umgezogen sind, ist es einfach zu erklären. Das Haus ist kein Neubau, es ist aus dem Jahr 1967, das Haus hatte noch nie eine Heizung, die Vorbesitzer haben mit Öfen geheizt. Sie wollten angefangen zu sanieren, alle Böden waren rausgerissen, aufgestemmt und die Wände teilweise abgebrochen. Aber es wurde nichts zu Ende gebracht. Eigentlich waren alle Wände schief und das Haus war eine bauliche Ruine. Aber irgendwie fühlten wir, dass kann was werden, denn das Potenzial war vorhanden und die äußere Substanz wirklich gut. Neben 120 qm Wohnfläche und einer Vollunterkellerung gibt es auch noch einen Garten, er ist eine Mischung aus Urwald und Mondlandschaft, denn die Vorbesitzer hatten einfach den Bauschutt im Garten vergraben, dazu später mehr.

Das Wohnzimmer zum Zeitpunkt des Hauskaufes

Die Sanierung der Ruine, die unser neues Haus werden soll

Alles wird schön gemacht für die neue Küche

Als erstes muss erwähnt werden, dass ohne die ganzen Helfer wir noch lange nicht im Haus wären. Es wurde fast alles in Eigenregie umgebaut, lediglich die Fenster wurden von einer Firma eingebaut und die Fliesen gelegt. Ohne die  tatkräftige Unterstützung der Männer aus der Familie wäre dies nie möglich gewesen. Mein Vater hat in seinem ersten Halbjahr als Rentner jeden Tag in unserem Haus verbracht und in der wenigen Freizeit Dinge mit uns geplant, Material ausgesucht etc. Mein Freund verbrachte fast jeden Feierabend im Haus und Samstags rückten meine Schwager und Onkel an. Die Samstage aller männlichen Familienmitglieder wurde geopfert und ich sorgte meist lediglich für das leibliche Wohl oder beseitigte Müll. Die gesamte Elektrik im Haus wurde erneuert, eine Heizungsanlage inkl. aller Leitungen eingebaut, Wände versetzt und alle Wände verspachtelt und begradigt. Das Badezimmer ist in einem komplett neuen Raum entstanden, alle Fenster und Türzargen wurden. Die Bodenbeläge wurden alle erneuert und die alte Holztreppe wurde abgeschliffen, lackiert und das Knarzen bekommen wir auch noch weg. Kurz gesagt von innen haben wir einen Neubau, und die äußere Hülle wird nun mit und mit schöner gemacht.

Unser neuer Esstisch mit viel Platz für Gäste

Es gibt keinen Hausumbau ohne Probleme

Natürlich lief nicht alles glatt und es gab einige Hindernisse und Probleme die uns verzweifeln ließen und Nächtelang wurde über Lösungen gegrübelt. Neben unseren Vollzeitjobs musste im Hintergrund alles geplant und koordiniert werden. Liefertermine wurden nicht eingehalten, Ansprechpartner waren nicht erreichbar, Ware wurde falsch oder beschädigt geliefert usw. Die Nerven lagen oft blank und die schlechte Laune ließ man leider oft auch am Partner aus aber wie heißt es so schön in einer Beziehung “In guten wie in schlechten Zeiten”. Eine Woche vor Einzug hatten wir noch keine einzige Sanitäranlage, es wurde teilweise noch tapeziert, gestrichen und die Abnahme der Heizungsanlage fehlte, sodass wir zwei Wochen mit kaltem Wasser im neuen Haus lebten und zum duschen fuhr ich immer in meine Elternhaus, aber wir sind umgezogen und jeden Tag wenn ich nach Hause komme freue mich ein wenig mehr und bin stolz auf die Männer die dies alles möglich gemacht haben.

Und was haben die Frauen gemacht…Geld ausgegeben

Für mich stand von Anfang an fest, wenn wir ein Haus suchen, benötige ich eine neue Küche und plane diese nach meinem Vorstellungen, natürlich muss sie ins Budget passen. Ich wollte eine Kochinsel und es sollte eine offene Wohnküche werden. Also musste die Küche kurzerhand in einen anderen Raum verlegt werden. Mit meiner Mama fuhr ich die verschiedenen Möbelgeschäfte ab und plante die Küche nach meinen Vorstellungen. Der Herr des Hauses bekam die fast fertigen Pläne vorgelegt und musste die letzte Kaufentscheidung natürlich mit treffen. Meine Mama half beim Tapete abkratzen und putzen. Sie war für mich eine große Unterstützung wenn es darum ging Sachen auszusuchen. Am Ende half meine Mama mir beim putzen und schrubben des letzten Baustellendrecks, da sie zwei Wochen vor dem Umzug am Knie operiert werden musste, blieb es ihr erspart auf den Knien zu krabbeln.

Unsere neue Traumküche zum Zeitpunkt des Einzugs, mittlerweile steht natürlich hier und da was

Die Mondlandschaft soll ein Garten werden

Der Garten und die Außenanlage sind noch eine Herausforderung für uns. Der Verkäufer hatte die Auflage den vergrabenen Bauschutt aus dem Garten zu entfernen und es wurden bereits 2 Container mit Schutt und Müll von ihm entsorgt. Da der Garten auch ziemlich verwildert war, wurde uns das ganze Ausmaß erst vor einigen Wochen bewusst, als wir mit schwerem Gerät den Rasen gepflügt haben. Ihr könnt Euch nicht vorstellen, was wir noch alles tief eingebuddelt gefunden haben. Meine Highlights waren 6 Weihnachtslichterketten, einen Backform, Unmengen an Fliesen und Bauschutt, eine alte Bohrmaschine, einen Hammer, einen Werkzeugkoffer, einen Saturn- und H&M-Gutschein (leider ohne Wert) und sonstigen Müll. Leider war noch einiges im Garten verbuddelt und so ging ein ganzes Wochenende drauf, alles auszugraben und mit 2 Anhängerladungen voller Müll ist hoffentlich nun das schlimmste beseitigt. Schaut mal in meinen Instagram Storie-Highlights dort berichte ich ein wenig darüber.

Unser Garten nach dem umgraben

Das schöne ist, wir haben eine Menge an Molchen in unserem Garten gefunden, die fühlten sich im Schutt scheinbar wohl. Natürlich habe ich jeden einzelnen gerettet und umgesiedelt. Sie wohnen nun bei unserem Nachbarn in einem Teich, dort fühlen sich bereits einige von ihren Artgenossen wohl. Wir haben die groben Hügel in unserem Garten beseitigt, er muss noch gefestigt werden und irgendwann kommt natürlich noch Rasen auf den Acker aber alles mit und mit. Unsere Terrasse ist auf einmal doppelt so groß wie vorher, die Hälfte war ebenfalls mit Bauschutt und Rasen versperrt.

Wie geht es weiter

Natürlich haben wir immer noch einiges zu tun, irgendwann soll noch ein Carport folgen, die beiden leerstehenden Zimmer müssen noch fertig renoviert werden, der Keller muss irgendwann gefliest werden und der Garten ist immer noch eine Herausforderung aber ein Haus ist glaube ich das ganze Leben lang Arbeit aber ich freue mich wenn ich mit der Zeit all’ die Veränderungen bemerke. Nach dem ganzen Stress der letzten Monate haben wir uns erstmal einen Urlaub verdient und erholen wir uns in der Sonne Teneriffas.

Wollt ihr noch mehr über unser Haus erfahren und vielleicht noch ein paar Räume auf Bildern sehen? Was interessiert Euch, schreibt es in die Kommentare, ich bin sehr gespannt und berichte gerne.

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