Lifestyle Privates

Der Tag der alles veränderte…

26. August 2018

Mein heutiger Post enthält kein Rezept und es hat so gar nichts mit meinem Foodblog zu tun. Es ist ein ziemlich persönlicher Post aber irgendwie brennt es mir auf der Seele und ich möchte über meine Gedanken und Gefühle der letzten Monate berichten. Vielleicht habt ihr es schon bei Instagram gesehen, wenn nicht, dann lest einfach diesen Post bis zum Ende und erfahrt mehr über den Tag der alles veränderte und warum es die letzten Wochen ziemlich ruhig um mich wurde.

Viele Frauen haben den Plan “Heiraten, Haus bauen, Kinder bekommen und das alles vor dem 30. Lebensjahr”. Bei mir kam es anders und es lief nicht nach Plan und ich ich lebe nicht nach diesem typischen Klischee. Meinen Partner lernte ich nach meinem 30. Geburtstag kennen, neumodisch per Datingapp, wir zogen bereits nach einem halben Jahr zusammen und ein Jahr später kauften wir ein Haus und das ohne verheiratet zu sein. Ich hörte nie diese biologische Uhr ticken aber für mich war immer klar, dass ich irgendwann eine Familie gründen möchte und wieso sollte ich noch Jahrelang warten? Ich habe zwei wunderbare Nichten und habe von meiner Schwester einiges über Kinderwunsch, Schwangerschaft und Kindererziehung gelernt und jünger werde ich schließlich auch nicht.

Pillen absetzen und dann?

Nach 12 Jahren mit Chemie im Körper, setze ich die Pille ab und war gespannt was mich erwarten würde. Mit der Pille ging es mir all’ die Jahre gut. Seit meiner Kindheit bin ich Migränepatientin aber das hatte bei mir nie hormonelle Hintergründe. Mein Zyklus war nach der Pille im Normalbereich, meine Haut zeigte sich allerdings in der Blüte der Pubertät, vor der Periode bekam ich immer wieder starke Bauchschmerzen und merkte zum ersten Mal in meinem Leben welche Gefühlsschwankungen Frauen erleiden können. Es gab Tage da konnte ich einfach ohne erkennbaren Grund losheulen, obwohl ich nie nah am Wasser gebaut war und meine Launen kotzten mich selbst an, mein armer Freund und das nähere Umfeld musste einiges mitmachen.

Der Babywunsch wächst…

In den ersten Monaten machte ich mir keine große Gedanken und wollte alles auf mich zukommen lassen aber von Monat zu Monat merkte ich, dass ich trauriger wurde, dass es wieder nicht geklappt hatte. Akribisch notierte ich die Veränderungen in der Ovu Zyklusapp. Ich wollte doch völlig stressfrei dieses Thema angehen aber irgendwie begann man automatisch in der spannenden Phase innerlich zu hibbeln. Ich holte mir Rat aus dem Internet, las diverse Blogs und in Foren zum Thema und sammelte Tipps. Mein Arzt meinte, es wäre ganz normal, nach der Pille brauchen viele Frauen 1-1,5 Jahre um schwanger zu werden. Ich sollte Folsäure nehmen und entspannt an die Sache gehen. Jeden Tag nahm ich brav meine Folsäuretabletten* (Affiliate Link) ein und trank zur Unterstützung Zyklustee* (Affiliate Link).

Irgendwann begannen die Selbstzweifel, was stimmt mit mir nicht? Um mich herum sah ich nur noch Schwangere und dann teilte mir auch noch eine sehr gute Freundin mit, dass sie schwanger sei. Natürlich freute ich mich für sie aber es gab auch eine dunkle Seite in mir, die sehr traurig war und ich bin ehrlich, ich brauchte ein paar Tage um diese Nachricht zu verdauen. Ich kann euch sagen, sobald man die Pille absetzt und das Thema Kinderplanung angeht, kann man einfach nicht ruhig bleiben. Irgendwie macht der Körper einen verrückt, es kommen Symptome und man spürt Veränderungen die man noch nie erlebt hat.

Der Tag der alles veränderte

Es ging auf unseren heiß ersehten Sommerurlaub zu und ich beschloss mich nicht mehr verrückt zu machen, nach dem Urlaub wollte ich einen Arzttermin machen und weitere Untersuchungen durchführen lassen. Für meine Nerven kaufte ich Mönchspfeffer* (Affiliate Link) und zu guter Letzt einen völlig überteuerten Ovulationstest* (Affiliate Link). Ich glaubte nicht wirklich daran, aber am ersten Testtag wurde mir immerhin angezeigt, dass mein Eisprung zumindest laut diesem kleinen Ding vorhanden war. Ansonsten ging es mir in diesem Zyklus überraschend gut, allerdings spürte ich an einem Nachmittag ein sehr starkes Ziehen in der Seite, was ich noch nie hatte. Ich machte mir keine weiteren Gedanken und wartete wie jeden Monat, aber meine Launen und die Bauchschmerzen blieben aus. Irgendwas war anders! Ich kann es nicht beschreiben aber ich merkte, dass etwas anders war und irgendwie hatte ich ein merkwürdiges Gefühl im Bauch.

Am Tag der fälligen Periode hatte ich flaues Gefühl in der Magengegend und ich benutzte einen ganz billigen Schwangerschaftsteststreifen* (Affiliate Link) und dachte dann habe ich wenigstens keinen teuren verschwendet. Und plötzlich waren dort zwei rosa Streifen! Ich war baff, glücklich und ein wenig überfordert. Ich sagte mir “Steigere dich nicht rein, warte erstmal ein paar Tage ab und teste nochmal”. Gesagt getan, an den kommenden zwei Morgenden, nach schlaflosen Nächten und einem sehr flauen Gefühl im Magen machte ich zwei etwas teurere Tests und auch dort waren zwei rosa Streifen.

Ab diesem Zeitpunkt fingen auch die ersten Schwangerschaftsanzeichen an, abends im Bett war mir oft übel, ich lag lange wach und konnte schlecht einschlafen, mir wurde öfter schwindelig, ich war müde und fühlte mich irgendwie anders. Ich begann jeden Abend zu träumen bzw. erinnerte mich am nächsten Tag immer an meine Träume. Einen Tag bevor wir in Urlaub flogen ging ich zum Arzt, 1 1/2 Wochen nach meinem positiven Test und dort wurde mir die Schwangerschaft bestätigt… (Fortsetzung folgt wenn ihr möchtet…)

Wie gefällt euch mein Post, der so gar nichts mit Essen zu tun hat? Wollt ihr in Zukunft mehr persönliche Beiträge von mir und soll ich euch ein bisschen während der Schwangerschaft mitnehmen? Die ersten Wochen waren nicht leicht, soviel kann ich verraten.

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3 Kommentare

  • Antworten Naomi 26. August 2018 at 12:30

    Herzlichen Glückwunsch 🙂
    Ich freue mich sehr für dich und finde diese Art von Beiträgen total klasse.
    Besonders, da ich selber keinen Kinderwunsch habe, es mich aber trotzdem total interessiert wie eine Schwangerschaft so abläuft und was in einem dann so vor geht.
    Liebe Grüße
    Naomi

    • Antworten Jessi 27. August 2018 at 10:07

      Vielen lieben Dank Naomi. Ich freu mich sehr, dass auch diese neue Art von Beiträgen gut bei meinen Lesern ankommt und wenn man positives Feddback erhält, dann berichte ich bald auch gerne über den weiteren Verlauf 😉

      Liebe Grüße
      Jessi

  • Antworten Warum eine Schwangerschaft echt übel sein kann... - Jessis Schlemmerkitchen.de- Food & Lifestyle aus Aachen 9. September 2018 at 10:02

    […] zwei Wochen habe ich Euch verraten, dass ich schwanger bin. Vielen Dank für die lieben Worte und Glückwünsche von Euch!  Eine kleine Umfrage auf […]

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